Montag, 9. OKTOBER

++ Bunker, RAF, UpState ++

18H00

UpState & RAF, Flüelastrasse 54
Nach mehr als 40 Jahren kehrt Ben Morea an den Ort der Revolution zurück. Wir kennen ihn von seinen Geschichten, von seinen Visionen und von der Strasse. Er besucht uns in Zürich vom 9. bis 16. Oktober um von der Vergangenheit zu erzählen, über die Zukunft nachzudenken und eine radikale Gegenwart zu leben. Mit dem Aufruf «Up Against!» laden wir euch alle ein Teil eines wochenlangen Programmes zu sein.

Bringt Inputs! Holt Infos!

Wir starten die Woche am Montag den 9. Oktober mit einer grossen VoKü  im RAF (Raum für Autonomie und Ferlehrnen) und UpState and der Flüelastrasse 54. Im UpState öffnen wir eine fragmentierte A-nsammlung mit Material des anarchistischen Magazins «Black Mask» und der Gruppe «Up Against The Wall, Motherfucker!». Ben Morea war eine der treibenden Kräfte in beiden Projekten. Die verhandelbare Repräsentation der Materialien von «Black Mask» und «Up Against the Wall, Motherfucker!» wird erweitert, kommentiert, aktualisiert und ergänzt mit aktuellen Beiträgen und zeitgenössischem Material.

Wenn ihr die A-nsammlung sehen oder erweitern wollt kontaktiert uns unter:
079 795 66 72

Für weitere Informationen:
https://upagainst.noblogs.org/
Wikipedia: Up Against the Wall, Motherfucker!
Interview with Ben Morea

Offenes Treffen
Informationen zu Up Against! & Austausch und Übersicht zu Ideen und Planung

3. Oktober 20H00
UpState, Flüelastrasse 54, Zürich.

Vom 9. bis 14. Oktober wird die Veranstaltungswoche UP AGAINST! zu anarchistischen und künstlerischen Prozessen in Zürich stattfinden.
Die Idee dabei ist mit geplanten und spontanten Beiträgen, Veranstaltungen, Aktionen oder sonstigen Experimenten ein Programm zu entwickeln, das einer Frage nachgeht: “Was wird am Samstag, am Ende der Woche passieren?”
Ziel ist eine Neuvernetzung von Akteur*innen in dieser Stadt und darüber hinaus.

Am Dienstag, 3. Oktober um 20h findet ein offenes Treffen im UpState zur Vorbereitung, Information und Übersicht der autonom organisierten Veranstaltungswoche statt. Mit Informationen zur Veranstaltungswoche, Austausch zu den individuellen Ideen, Beiträgen und Plänen zu Aktionen, Veranstaltungen oder sonstigen Experimenten. Für eine gemeinsame Übersicht zu Orten, Zeiten und Inhälten nebst der Organisation der Veranstaltungen. Für den Austausch, Kollaborationen und Ergänzungen untereinander, aber auch für kleine individuelle Gespräche und mögliche Vernüpfungspunkte.

++ RAF, UpState, Bunker, Blaues Haus, Noiserr, Raum*Station, Gruppe Konverter, ASZ, Fermento, Plunder-Theater, Chaostage u.v.m  ++
Zur autonom organisierten Veranstaltungswoche und den daraus entstehenden, geplanten und/oder spontanen, temporären Räumen.

 

Up Against!
Anarchistische und künstlerische Prozesse, Veranstaltungen im Oktober.

Vom 9. bis 14. Oktober wird die autonom organisierte Veranstaltungs­woche UP AGAINST! in Zürich stattfinden. Die Idee dabei ist, dass es kein festgesetztes ­Programm gibt, sondern mit eigenen Beiträgen, ­Veranstaltungen, Aktionen oder sonstigen Experimenten das Programm ergänzt und vervielfältigt werden kann.

 

Gleichzeitig entsteht nun eine temporäre Ansammlung zahlreicher Materialien rund um subversive Theorien und Praxisformen. In wurzelartiger Struktur und organischem Wachstum als kollaborativer Prozess, der jetzt und bis über den ganzen Oktober hinaus besucht und individuell ergänzt werden kann.
 Der temporäre Raum befindet sich im UpState, an der Flüelastrasse 54 und ist unter der Woche täglich geöffnet.

«UP AGAINST!» ist eine Aufforderung, anhand der Veranstaltungen im Oktober auf vielfältige Art und Weise die Möglichkeiten subversiver Theorie und Praxis neu zu entdecken und sichtbar zu machen! In gemeinsamen Auseinandersetzung, und in lebendigem Austausch der verschiedenen Denkformen, Schwerpunkten und Perspektiven, indem alle un-möglichen Formen, aus eigenen Initiativen, Interessen und Zugängen ihren Teil beitragen können. Wir wollen die Trennungen verschiedener sozialer Umfelder einzelner anarchistischer Positionen aufbrechen, und den Fluss subversiver Energien und Auseinandersetzungen in ein gemeinsames,
 von Diskriminierungen und Unterdrückungen befreites Spannungsfeld lenken. Durchzogen von den verschiedenen Interessen und Zugängen zu revolutionären Perspektiven, ist es ein Versuch sich gegenseitig zu verstehen, individuell darin zu erkennen, zu ergänzen, oder bewusst abzugrenzen.

Seit einigen Monaten treffen wir uns regelmässig, wobei wir in Gesprächen und Auseinandersetzungen mit gesellschafts­kritischen Inhalten und anarchistischen Theorien unser Verständnis über deren Praxen vertiefen, und daraus neue Ideen und Bezugspunkte zu den Veranstaltungen im Oktober skizzieren. «Wir» ist eine lose Gruppe, in der sich während dem bisherigen Zeitraum und Prozess Menschen mit verschiedenen Hintergründen und Zugängen beteiligen, und sich weiterhin ausbreiten und vertiefen.

Ausgangspunkt der Diskussionen unserer Treffen waren die Auseinandersetzungen mit der anarchistischen Künstler­gruppe und gleichnamigen Magazin „Black Mask“ (1966–1968, NYC), wie auch mit der daraus resultierenden militanten anarchistischen Gruppe «Up Against the Wall, Motherfucker» (1968–1970, NYC) und deren geschichtlichen Kontext in dem sie entstanden. «Up Against the Wall, Motherfucker» war im wesentlichen eine lose Konföderation von Affinitäts-Gruppen, welche, über eine Reihe von besetzten Häusern und Sleep-In’s verteilt, in der Lower East Side lebten und sich ­organisierten. Die Bezeichnung «Up Against the Wall, Motherfucker» entlehnt sich dem Gedicht «Black People» von LeRoi Jones (Amiri Baraka), und nimmt Bezug auf die Unterdrückung und Repression, welche people of color in den USA der späten 60er-Jahren täglich, während Verhaftungen und Kontrollen, hauptsächlich weisser Polizisten, zu hören und spüren bekamen. Diese Auseinandersetzung bereitete einen Ausgangspunkt feministischer und antirassistischer Kritik, auf dessen Basis wir den historischen Kontext analysieren wollen, und andere subversive Theorien und Praxisformen sichtbar machen, die sich damals wie auch in unserer Gegenwart, im Widerstand zur konstruierten Normalität und deren Herrschaftssystemen befinden.

Während der Woche vom 9. bis 14. Oktober wird Ben ­­Morea als Gast zu Besuch sein, um gemeinsam Zeit zu verbringen und in offenen Diskussionsrunden wie auch kleinen Gesprächen, den geschichtlichen Kontext von «Black Mask» und «Up Against the Wall, Motherfucker» und weiterführende Auseinandersetzungen, zu diskutieren und kritisch zu betrachten.

Dies sehen wir als Möglichkeiten, Bezugspunkte innerhalb der Geschichte ausfindig zu machen, die Brücken 
zu alltäglichen und gegenwärtigen Geschehnissen schlagen und neue, wie auch bestehende individuelle Zugänge gegenseitig sichtbar machen. Und die helfen können, ein Selbstverständnis basierend auf dem Ausschluss aus der konstruierten Normalität, dessen Kategorien und Herrschaftssystemen zu entwickeln – und sich damit selbst innerhalb der Geschichte ausfindig zu machen, und auf die Lehren der Vergangenheit aufbauen zu können. Wir verstehen die Woche UP AGAINST! als ein Prozess, aus autonom organisierten Veranstaltungen im Oktober, aus dem Schaffen befreiter temporärer Räume, und dem Entdecken unvermuteter Wege.

Findet uns
am öffentlichen Treffen, Dienstag 3. Oktober um 20h,
an der 
Flüela­strasse 54, im UpState und der RAF. 

Schreibt uns eine E-Mail an 
up-against@riseup.net,
oder per Post 
an UpState, Flüelastrasse 54, 8047 Zürich